Tipps für das Joggen mit Hund

Geposted von Olga Shershneva am

Tipps für das Joggen mit Hund

Hunde sind nicht bloß verlässliche Gefährten, sondern entpuppen sich auch als anspruchsvolle Trainingsgefährten, sei es beim Ausdauerlauf oder anderen Sportarten. Beim Joggen mit dem Hund wird nicht nur der Körper gestärkt, sondern auch die Bindung zwischen Halter und Vierbeiner verbessert. Beim Joggen sollte man nicht nur seine Gesundheit im Auge behalten, sondern auch die Gesundheit von seinem Hund. Vernachlässigt man dies, kann der erhoffte positive Einfluss auf die persönliche Fitness sich ins Negative wenden und zu ernsthaften körperlichen Beeinträchtigungen führen. In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen geeignete Rassen für das Joggen vor. Außerdem erfahren Sie, ab wann Sie mit Ihrem Hund joggen können und welche weiteren Punkte wichtig sind.

Welche Hunderassen eignen sich zum gemeinsamen Joggen?

Hunde, die sich gut zum Joggen eignen, sind:

  • Australian Shepherd
  • Border Collie
  • Dalmatiner
  • Deutsch Kurzhaar
  • Englische Setter
  • Golden Retriever
  • Husky
  • Jack Russell Terrier
  • Labrador Retriever
  • Pudel
  • Vizsla
  • Weimaraner
  • Windhund

Natürlich ist die Auswahl nicht auf diese Rassen beschränkt. Es gibt viele andere aktive und sportliche Hunde, die gut zum Joggen geeignet sind. Ob ein Hund Freude am Joggen hat, ist jedoch individuell verschieden. Nicht alle Hunde empfinden es als angenehm. Hundehalter sollten daher besonders aufmerksam sein und die Reaktion ihres Tiers auf das Joggen genau beobachten, um festzustellen, wie gut es damit zurechtkommt.

Welche Hunderassen eignen sich nicht zum gemeinsamen Joggen?

Hunde, die sich nicht zum Joggen eignen, sind:

  • Berner Sennenhund
  • Bernhardiner
  • Boxer
  • Bulldogge
  • Chihuahua
  • Corgi
  • Dackel
  • Französische Bulldogge
  • Malteser
  • Mops
  • Neufundländer
  • Pekingese
  • Shih Tzu

Nicht nur diese Rassen, sondern auch andere Hunde eignen sich möglicherweise nicht als Joggingpartner. Hunde mit kurzen Nasen und damit verbundenen Atemproblemen sind ebenso wenig für das Joggen geeignet wie solche, die schwerfällig laufen oder viel Fell haben. Diese Hunde neigen oft dazu, eine geringe Ausdauer zu haben und könnten Schwierigkeiten mit der Körpertemperaturregulierung haben. Auch Hunde mit kurzen Beinen könnten beim Joggen Mühe haben. Eine kluge Vorgehensweise ist es, vor dem gemeinsamen Joggen die Expertenmeinung vom Züchter oder Tierarzt einzuholen, um sicherzustellen, dass der eigene Hund dafür geeignet ist.

Was man beim Joggen mit Hund beachten sollte

1. Alter des Hundes

Es ist ratsam, mit dem Joggen zu warten, bis der Hund ausgewachsen ist und Gelenke, Knochen und Muskeln ausreichend entwickelt sind. Der genaue Zeitpunkt variiert je nach Rasse, daher ist es empfehlenswert, sich beim Züchter oder Tierarzt zu informieren. Ebenso ist Joggen mit zu alten Hunden nicht zu empfehlen. Besser ist es, Welpen oder junge Hunde spielerisch an die Anwesenheit ihres Besitzers beim Rennen zu gewöhnen. Dies kann durch gelegentliche kurze Intervalle geschehen, bei denen der Hund spielerisch mitläuft.  Wenn der Hund entspannt und im richtigen Tempo neben der Person läuft, ist Lob angebracht. Ein solches Training kann dazu beitragen, dass die Aufregung des Hundes beim späteren Joggen geringer ist.

2. Die optimalen körperlichen Voraussetzungen des Hundes

Nur gesunde Hunde mit dem entsprechenden körperlichen Potenzial sollten gemeinsam mit ihren Besitzern joggen. Ein Besuch beim Tierarzt für einen Gesundheitscheck kann wichtige Informationen darüber liefern, ob der Hund möglicherweise unter körperlichen Problemen wie Atemschwierigkeiten oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet. Es gibt Rassen, die grundsätzlich nicht für Ausdauersport geeignet sind.

3. Grundgehorsam des Hundes und Fähigkeit, an der Leine zu gehen

Damit das Joggen entspannt und sicher abläuft, ist es wichtig, dass der Hund leinenführig ist und gehorsam auf gängige Befehle wie "Halt" und "Bei-Fuß-Gehen" reagiert, selbst bei Ablenkungen. Jogger kommen oft in Situationen mit anderen Hundehaltern, Joggern, Passanten und Fahrradfahrern in Kontakt, die nicht immer vermieden werden können. Um die Sicherheit für alle Beteiligten – den eigenen Hund, andere Menschen und sich selbst – während des Joggens zu gewährleisten, ist es entscheidend, dass die Halter ihren Hund in jeder Situation unter Kontrolle haben.

4. Die passende Ausstattung für das Joggen mit Hund

Hundebesitzer, die mit ihrem Hund joggen möchten, sollten eine spezielle Ausstattung für das Laufen verwenden. Diese Ausstattung gewährleistet nicht nur einen sicheren Kontakt zwischen Tier und Halter während des Joggens, sondern kann auch für den Hund zu einem vertrauten Ritual werden, da er sie mit dem Joggen verbindet. Beim Joggen können Hunde entweder an der Leine geführt werden oder frei laufen. Die Entscheidung, ob der Hund beim Joggen an der Leine geführt werden muss oder frei laufen darf, sollte für jedes Tier individuell und spezifisch entschieden werden.

Die Entscheidung hängt auch davon ab, wie sicher sich Hundehalter fühlen, wenn ihr Hund frei läuft, und ob sie ihn jederzeit zu sich rufen können. Außerdem sollte beachtet werden, ob auf der gewählten Strecke eine Leinenpflicht besteht. Eine empfehlenswerte Leine für das Joggen sollte etwas länger sein und idealerweise über einen Gummizug oder ähnliches verfügen, um den Nacken des Hundes nicht zu stark zu belasten. Die Befestigung, wie beispielsweise ein Karabiner, sollte nicht zu schwer oder groß sein, um ein ständiges Schlagen auf den Rücken des Tieres zu vermeiden. Spezielle Leinengürtel, die um die Hüfte des Hundehalters oder schräg von der Schulter zur Hüfte verlaufen, bieten den Vorteil, dass die Hände frei bleiben und der Hund dennoch unter Kontrolle ist. Ein Brustgeschirr wird oft beim Laufen benutzt, weil es für den Hund bequem zu tragen ist und der Halter eine hervorragende Kontrolle hat. Die Verwendung eines Halsbands ist nur dann sinnvoll, wenn der Hund nicht an der Leine zieht. Es ist wichtig, das Geschirr und das Halsband nicht zu stark auf der Haut des Tieres zu reiben.

5. Eine geeignete Strecke zum Joggen und die Dauer des Dauerlaufs mit Hund

Man muss wissen: Lange Strecken auf Asphalt können den Gelenken von Hund und Mensch schaden. Ein weiterer Aspekt ist, dass sich der Asphalt bei leicht erhöhten Temperaturen schnell aufheizen kann, was dazu führen kann, dass der Hund sich die Pfoten verbrennt. Strecken mit einem weichen Untergrund, wie Feldwegen oder Waldboden, eignen sich besser für das Joggen, da sie schonender für die Gelenke von Hund und Mensch sind. Nach dem Joggen, unabhängig vom Untergrund, ist es ratsam, die Pfoten des Hundes auf Fremdkörper und mögliche Verletzungen zu kontrollieren. Das Joggen mit Hunden erfordert Geduld, ein gestaffeltes Training und eine schrittweise Steigerung der Leistungsfähigkeit. Zu Beginn sollten Hundebesitzer gemeinsam mit ihrem Vierbeiner nur kleine Runden in einem gemächlichen Tempo joggen, um ihn behutsam an die gleichmäßige Belastung zu gewöhnen.

Es sollte nicht vergessen werden, dass auch Hunde zunächst ihre Muskeln stärken und ihre Leistungsfähigkeit verbessern müssen. Beim gemeinsamen Joggen ist es wichtig, aufeinander zu achten und die Geschwindigkeit anzupassen. Es ist wichtig, dass der Hund und der Halter nicht weit weg laufen und sich gegenseitig mitziehen. Auch nach dem Joggen ist es wichtig, den Hund aufmerksam zu beobachten. Zeigt er Anzeichen von Steifheit oder ungewöhnlichem Verhalten, könnte dies auf Muskelkater oder Überanstrengung hindeuten.

6. Die Temperaturen beim Joggen mit dem Hund

Besonders im Sommer und bei heißen Temperaturen ist es ratsam, mit dem Hund entweder früh am Morgen oder in den Abendstunden zu joggen. Hunde sind nicht in der Lage, ihre Körpertemperatur durch Schwitzen zu regulieren. Stattdessen müssen sie vermehrt hecheln. Um einem Hitzschlag beim Joggen vorzubeugen, ist es wichtig, regelmäßige Pausen einzulegen und immer genügend Wasser für Ihren Hund dabei zu haben. Bei kühleren Temperaturen im Herbst oder Winter ist es wichtig, dass der Hund beim Joggen stets in Bewegung bleibt, um ein Auskühlen zu verhindern. Manche Hunde können auch bei Temperaturen von minus 5 Grad Celsius noch joggen, aber das hängt von der individuellen Konstitution und Kälteverträglichkeit des jeweiligen Hundes ab.

7. Die richtigen Zeiten zum Essen für den Hund

Hunde sollten ein bis zwei Stunden vor dem Joggen nicht gefüttert werden, um Magendrehung zu vermeiden. Ein voller Magen kann den Hund etwas schwerfällig machen, weshalb er Zeit zum Verdauen benötigt.

8. Die richtige Geschwindigkeit beim Joggen mit Hund

Das optimale Tempo beim Joggen ist ein Kompromiss zwischen den idealen Geschwindigkeiten des Hunds und des Halters. Hunde neigen dazu, bei einer angemessenen Geschwindigkeit in einen möglichst kontinuierlichen Lauf oder Trab überzugehen. Wenn der Besitzer dies erkennt, kann er seine eigene Geschwindigkeit dementsprechend ändern. Es ist wichtig, dass die Hundeleine beim Joggen niemals straff gespannt ist. Eine etwas verspielte Herangehensweise besteht darin, die Geschwindigkeit gelegentlich zu verändern. Das gibt dem Joggen eine interessante Note für den Hund. So entsteht aus Hund und Halter ein harmonisches und leistungsorientiertes Team.

Es ist hilfreich, wenn Hundehalter vor und nach dem Joggen noch eine kurze Strecke mit ihrem Hund gehen. Auf diese Weise erhält der Hund die Gelegenheit, sich zu lösen, sich auf die bevorstehende Bewegung einzustimmen oder sich nach dem Lauf allmählich zu beruhigen. Es ist weder für die Gesundheit des Hundes noch für die des Besitzers gut, aus dem Stillstand zu starten oder abrupt anzuhalten.

9. Die Leistungsfähigkeit und die Motivation des Hundes

Jeder Hund ist ein individuelles Wesen mit eigenen Bedürfnissen und körperlichen Fähigkeiten. Die Zugehörigkeit zu einer sportlichen Hunderasse bedeutet nicht automatisch, dass der Hund für das Joggen geeignet ist. Das Joggen sollte nie durch Ziehen an der Leine erzwungen werden. Es ist wichtig zu erkennen, dass nicht jeder Hund Freude daran hat, lange Strecken zu joggen. Einige laufen nur mit, um ihren Besitzern zu gefallen. Zusätzlich dazu neigen Hunde dazu, sich zu überanstrengen.

Eine Überanstrengung des Hundes kann durch intensives Hecheln, Schluckauf, verfärbte Zunge und weiße Schleimhäute erkennbar sein. In solchen Fällen ist es ratsam, eine Pause einzulegen, dem Hund Wasser anzubieten und anschließend nach Hause zu gehen. Hundebesitzer können ihren Hund beim Laufen loben, um seine Motivation zu steigern und sein gewünschtes Verhalten zu fördern. Es ist jedoch ratsam, dies vorwiegend verbal zu tun, um zu verhindern, dass sich das Tier beim Rennen an Leckerlis oder Ähnlichem verschluckt. Wie bei Menschen existieren auch bei Hunden Tage, an denen sie nicht so leistungsfähig sind. Nicht jeder Hund ist in der Lage, täglich zu joggen. Es ist wichtig, dass Hundehalter ihren Hund beim Joggen stets im Auge behalten, um rechtzeitig zu erkennen, wenn er sich nicht mehr wohlfühlt.

Fazit:

Das Joggen mit Ihrem Hund kann nicht nur Ihre eigene Fitness verbessern, sondern auch die Bindung zu Ihrem vierbeinigen Begleiter stärken. Durch die richtige Rassenwahl, das Berücksichtigen des optimalen Zeitpunkts, und die sorgfältige Beachtung der Bedürfnisse Ihres Hundes, können Sie gemeinsam ein gesundes und freudiges Lauferlebnis genießen. Achten Sie auf die Signale Ihres Hundes, wählen Sie die passende Ausrüstung, und gestalten Sie Ihre Joggingrouten bedacht, um eine sichere und positive Erfahrung zu gewährleisten. Mit Geduld und Rücksichtnahme können Sie und Ihr Hund gemeinsam die Freude an der Bewegung und eine gestärkte Bindung erleben.

KALTGEPRESST TROCKENFUTTER FÜR HUNDE MIT HUHN GETREIDEFREI - WIESEN-SCHMAUS VON BELLFOR HUNDEFUTTER - 10 KG

56,99 € 55,99 €

FAQ-Bereich

Q1: Welche Hunderassen eignen sich am besten zum Joggen?

A1: Einige Hunderassen, die sich gut zum Joggen eignen, sind der Australian Shepherd, Border Collie, Dalmatiner, Deutsch Kurzhaar, Golden Retriever, Husky und viele mehr. Allerdings ist die Eignung auch individuell verschieden, und nicht alle Hunde dieser Rassen mögen das Joggen gleichermaßen.

Q2: Ab welchem Alter kann ich mit meinem Hund joggen?

A2: Es ist ratsam, mit dem Joggen zu warten, bis der Hund ausgewachsen ist und Gelenke, Knochen und Muskeln ausreichend entwickelt sind. Der genaue Zeitpunkt variiert je nach Rasse. Welpen können jedoch spielerisch an das Laufen mit kurzen Intervallen gewöhnt werden.

Q3: Welche gesundheitlichen Aspekte sollte ich beachten?

A3: Vor dem Joggen sollte ein Tierarzt konsultiert werden, um sicherzustellen, dass der Hund gesund ist und keine Probleme wie Atemschwierigkeiten oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat. Hunde mit bestimmten Gesundheitsproblemen sollten nicht zum Joggen gezwungen werden.

Q4: Wie kann ich meinen Hund an das Laufen an der Leine gewöhnen?

A4: Ein schrittweises Training ist wichtig. Beginnen Sie mit kurzen, spielerischen Läufen, um Ihren Hund an die Leine zu gewöhnen. Achten Sie darauf, dass der Hund leinenführig ist und auf grundlegende Befehle reagiert, um eine sichere Jogging-Erfahrung zu gewährleisten.

Q5: Welche Ausrüstung ist beim Joggen mit Hund notwendig?

A5: Die Auswahl der richtigen Ausrüstung ist entscheidend. Eine geeignete Leine, ein Leinengürtel für den Halter, ein Brustgeschirr für den Hund, und die Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten wie dem Untergrund der Strecke sind wichtig, um das Joggen sicher und angenehm zu gestalten.

Q6: Wie kann ich die Motivation meines Hundes beim Joggen fördern?

A6: Loben Sie Ihren Hund vor allem verbal, um seine Motivation zu steigern. Vermeiden Sie jedoch, Leckerlis während des Laufens zu verwenden, um Verschlucken zu verhindern. Achten Sie darauf, dass der Hund Freude am Joggen hat, und erzwingen Sie es nicht, wenn er Anzeichen von Überanstrengung zeigt.

Q7: Welche Rolle spielt das Wetter beim Joggen mit dem Hund?

A7: Im Sommer ist es ratsam, früh am Morgen oder am Abend zu joggen, um Hitzschläge zu vermeiden. Im Winter sollten längere Pausen vermieden werden, um ein Auskühlen des Hundes zu verhindern. Temperaturen und Belastungen sollten immer an die individuellen Bedürfnisse des Hundes angepasst sein.

Diese Antworten bieten grundlegende Richtlinien, aber es ist wichtig, die spezifischen Bedürfnisse und Reaktionen Ihres Hundes im Auge zu behalten. Im Zweifelsfall konsultieren Sie einen Tierarzt für individuelle Beratung.

Wie können Sie anderen Hundebesitzern helfen? Teilen Sie diesen Artikel!

Genießen Sie diesen Artikel zur verantwortungsbewussten Hundeerziehung? Teilen Sie Ihr Wissen und helfen Sie anderen Hundebesitzern, eine liebevolle und effektive Beziehung zu ihren vierbeinigen Freunden aufzubauen.

Gemeinsam können wir eine Gemeinschaft aufbauen, die auf Liebe, Verständnis und respektvollem Umgang mit unseren Hunden basiert. Vielen Dank, dass Sie dazu beitragen, diese wichtige Botschaft zu verbreiten!


Diesen Post teilen



← Älterer Post Neuerer Post →


Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.

WhatsApp