Ist es notwendig, die Zähne von Hunden zu reinigen?

Geposted von Olga Shershneva am

Ist es notwendig, die Zähne von Hunden zu reinigen

In Deutschland leiden etwa 80 Prozent der erwachsenen Hunde an Zahnerkrankungen wie Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis. Hundebesitzer werden verstärkt dazu aufgefordert, die Gesundheit des Mauls ihrer Vierbeiner nicht zu vernachlässigen, so die Appelle von Tierärzten. Ursprünglich harmlose Beläge können im Verlauf der Zeit zu einem ernsthaften Gesundheitsproblem werden, das sich auf den gesamten Körper der Hunde auswirken kann. Es ist durchaus möglich, ähnlich wie bei Menschen, aktiv an der Verbesserung der Mundgesundheit mitzuwirken. Allerdings sollten Herrchen oder Frauchen sich keinesfalls zurücklehnen und darauf hoffen, dass Veränderungen im Maul, wie Zahnbelag oder Verfärbungen, von selbst verschwinden. Die Zahngesundheit von Hunden kann im Laufe der Jahre ebenso wie bei Menschen durch Essgewohnheiten und genetische Veranlagungen beeinflusst werden, was dazu führen kann, dass einige Vierbeiner mehr oder weniger Probleme damit haben.

Welche Risiken birgt die Gefahr von Zahnproblemen bei Hunden?

Wie es auch bei Menschen der Fall ist, können kranke Zähne nicht nur langfristige gesundheitliche Beeinträchtigungen im Mund verursachen, sondern sich auch auf den gesamten Körper auswirken. Gefährliche Bakterien, die durch entzündetes Zahnfleisch gelangen, können über den Blutkreislauf andere Organe beeinträchtigen und somit Krankheiten wie Herzprobleme, Atemwegsbeschwerden oder Nierenleiden auslösen. Ein übler Geruch aus dem Maul des Hundes kann in der Regel darauf hinweisen, dass etwas mit der Mundgesundheit des Vierbeiners nicht in Ordnung ist.

Es gibt jedoch noch weitere Anzeichen, die auf Zahnprobleme beim Hund hindeuten können, zum Beispiel:

  • Abgebrochene Zähne
  • Gelb-braune Ablagerungen
  • Geschwollenes, gerötetes oder blutendes Zahnfleisch
  • Verfärbungen der Zähne
  • Vermehrter Speichelfluss
  • Zahnstein

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Abnormales Verhalten kann auch auf Probleme mit der Mundhygiene hinweisen:

  • Allgemeiner schlapper Eindruck
  • Einseitiges Kauen
  • Handscheue
  • Kratzen an der Schnauze
  • Langsames Fressen
  • Schnelle Erschöpfungserscheinungen

Wenn eines oder mehrere der genannten Anzeichen bereits aufgetreten sind, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam.

Eine professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt

Wenn Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen, beispielsweise aufgrund von fortgeschrittenem Zahnstein, bereits weit fortgeschritten sind, raten Tierärzte oft zu einer Zahnreinigung unter Narkose. Während dieser fachmännischen Zahnreinigung für Hunde werden Zahnstein und Beläge sorgfältig entfernt, gefolgt von einer anschließenden Politur der Zähne. Hier wird jeder Zahn gründlich auf Krankheiten überprüft. Zähne, die nicht gerettet werden können, werden normalerweise entfernt. Die frühzeitige Erkennung von Problemen im Maul des Hundes bietet natürlich bessere Chancen, die langfristige Gesundheit der Zähne zu erhalten. Die Zahnreinigung beim Tierarzt ist natürlich nicht kostenfrei. Umso motivierender ist es, selbst Maßnahmen zu ergreifen, um die Zähne Ihres Hundes so gesund wie möglich zu erhalten.

Welche Mittel eignen sich zur Reinigung der Hundezähne?

Laut der Empfehlung von Tierärzten sollte man die Zähne des Hundes ungefähr alle zwei Tage putzen. Es ist sehr wichtig, bei dieser Pflege auf Zahnbürsten und Zahnpasta für Menschen zu verzichten. Die Bürsten sind zu hart für das empfindliche Zahnfleisch der Tiere, und der Minzgeschmack der Zahnpasta ist den Vierbeinern unangenehm. Außerdem sind einige Inhaltsstoffe in den Pasten, wie zum Beispiel Xylit, für Hunde giftig. Der Markt bietet mittlerweile jedoch eine vielfältige Auswahl an Zahnpflegeprodukten speziell für Hunde. Es gibt drei unterschiedliche Methoden, die Zähne des Hundes zu reinigen. Eine Möglichkeit ist die Verwendung einer Hundezahnbürste, alternativ eines Fingerlings, und sogar eine Ultraschallbürste, die speziell für Hunde entwickelt wurde.

  • Hundezahnbürsten sind normalerweise in verschiedenen Größen erhältlich. Die Bürsten sind leicht gebogen, um auch die weit hinten liegenden Backenzähne gut erreichen zu können.
  • Als Alternative hierzu dient der Fingerling, der oft aus Silikon besteht und einfach über den Zeigefinger gestülpt wird. Mit diesem kann dann das Hundemaul gereinigt werden. Interessanterweise gibt es Fingerling auch für Babys und Kleinkinder, und da sie denselben Zweck erfüllen, eignen sie sich genauso gut für Hunde. Der Fingerling ist für viele Menschen einfacher zu handhaben, da er ein besseres Gefühl beim Putzen vermittelt und die eigenen Bewegungen besser kontrolliert werden können.
  • Für diejenigen, die es etwas technischer mögen, besteht auch die Möglichkeit, auf eine elektrische Ultraschallbürste für Hunde zurückzugreifen. Sie nutzt eine spezielle Ultraschalltechnologie, um die Zahnoberfläche gründlich zu reinigen.

Welche Zahnpasta für Hunde ist am besten?

Zahnpasta, die speziell für Hunde entwickelt wurde, verfügt oft über einen ansprechenden Geschmack, um das Zähneputzen für die Vierbeiner angenehmer zu gestalten. Man sollte darauf achten, dass der Hund nicht zu enthusiastisch auf die Zahnpasta reagiert und beginnt, auf der Zahnbürste herumzukauen. Wenn das passiert, sollte man darauf verzichten. Alternativ kann die Zahnpasta im Anschluss als Belohnung angeboten werden. Einige Menschen stellen ihre eigene Zahnpasta für Hunde her, zum Beispiel aus einer Mischung von Kokosöl und Schlämmkreide. Im Grunde genommen ist spezielle Hundezahnpasta nicht zwingend erforderlich, aber sie kann die Putzprozedur erleichtern. Es ist ratsam, vor dem Kauf einen Tierarzt zu kontaktieren.

Ratschläge für das Putzen der Zähne des Hundes

Es ist sicherlich eine Tatsache, dass nur die wenigsten Hunde vom Zähneputzen begeistert sind. Die Mehrheit der Hunde betrachtet das Zähneputzen eher als eine Notwendigkeit für ihre Gesundheit, die sie schließlich über sich ergehen lassen. Es ist gut, den Hund schon im Welpenalter langsam an das Putzen zu gewöhnen. Zu Beginn kann das Mäulchen spielerisch geöffnet werden. Im Verlauf der nächsten Tage erfolgt der Einsatz der Hundezahnbürste, wobei sich die Reinigungszeit kontinuierlich von Mal zu Mal erhöht. Es braucht viel Liebe, Geduld und manchmal auch eine Belohnung nach der Arbeit. Es wäre sinnvoll, das Zähneputzen bei Hunden zu einer festen Gewohnheit zu machen, um die Eingewöhnung zu fördern.

Zusätzliche Ratschläge:

  • Schaffen Sie eine ruhige Atmosphäre ohne Ablenkungen, um dem Hund eine stressfreie Umgebung beim Zähneputzen zu bieten.
  • Planen Sie das regelmäßige Zähneputzen zu einer festen Zeit und an einem festen Ort, um eine Routine zu schaffen.
  • Halten Sie die Zahnreinigung so kurz wie möglich und hören Sie auf, wenn Ihr Hund die Geduld verliert.
  • Gebt der Außenseite der Zähne mehr Aufmerksamkeit als den Innenseiten während des Zahnreinigungs.
  • Nach dem Zähneputzen belohnt euren Hund ausgiebig, um sicherzustellen, dass er die Situation positiv verbindet.

Alternativen bei der Zahnpflege von Hunden

Während das Zähneputzen beim Hund nach wie vor die effektivste Methode für die Zahngesundheit ist, kann es insbesondere bei älteren Hunden zu starken Abwehrreaktionen führen. In solchen Fällen stehen natürlich auch andere Möglichkeiten zur Zahnpflege zur Verfügung. Es kann bereits hilfreich sein, die Speichelproduktion des Hundes zu fördern, um die Zahngesundheit zu unterstützen. Im Handel sind sowohl antibakterielle Zahngele erhältlich, die mit dem Finger auf die Zähne aufgetragen werden, als auch spezielle Mundspülungen, die dem Wassernapf des Hundes als Zusatz beigefügt werden können. Kauknochen und sogenannte Kauwurzeln sind weitere Optionen, um Zahnbeläge zu lösen und den Speichel im Maul des Hundes zu neutralisieren. Sie tragen ebenfalls zur Zahnpflege bei.

Dentalspielzeug kann einen ähnlichen Effekt erzielen, jedoch ist es wichtig, dass Hundehalter auf geprüfte Spielzeuge setzen. Ein Tennisball beispielsweise kann aufgrund seiner Fasern einen starken Abrieb auf den Kauflächen verursachen und dem Hund eher schaden als nutzen. Schließlich gibt es von einigen Herstellern auch spezielles Hundefutter, das als "zahnfreundlich" beworben wird. Die Frage, ob dies tatsächlich zur Gesundheit beiträgt, wird unter Hundehaltern kontrovers diskutiert. In diesem Fall sollte jeder Hundebesitzer selbst entscheiden, eventuell auch in Absprache mit dem Tierarzt, was für das Wohlbefinden seines Vierbeiners am besten ist.

Empfohlene Produkte:

Vorbeugung von Zahnerkrankungen durch eine ausgewogene Ernährung

Die Entstehung von Zahnstein kann auch durch die Auswahl des Futters beeinflusst werden. Trockenfutter hilft, die Zähne zu reinigen, während Nassfutter Ablagerungen fördert. Hingegen sollte es selbstverständlich sein, dass Hundeernährung auf zuckerhaltige und nicht artgerechte Speisen verzichtet, um die Gesundheit der Vierbeiner zu gewährleisten. Da jeder Hund individuelle Veranlagungen hat, ist es lohnenswert auszuprobieren, welche Methode langfristig am besten wirkt.

Fazit:

Die regelmäßige Zahnpflege ist entscheidend für die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer geliebten Vierbeiner. Indem wir achtsam auf Anzeichen von Zahnproblemen achten und entsprechende Maßnahmen ergreifen, können wir dazu beitragen, dass unsere Hunde ein strahlendes Lächeln und eine starke Zahngesundheit genießen.

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FAQ-Bereich

Q1: Warum ist es wichtig, die Zähne meines Hundes regelmäßig zu reinigen?

A1: Die regelmäßige Reinigung der Zähne Ihres Hundes trägt zur Vermeidung von Zahnproblemen wie Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis bei. Dadurch wird nicht nur die Mundgesundheit verbessert, sondern auch das Risiko ernsthafterer Gesundheitsprobleme reduziert.

Q2: Welche Anzeichen deuten auf Zahnprobleme bei meinem Hund hin?

A2: Zu den Anzeichen von Zahnproblemen bei Hunden gehören unter anderem abgebrochene Zähne, gelb-braune Ablagerungen, geschwollenes oder blutendes Zahnfleisch, Verfärbungen der Zähne, vermehrter Speichelfluss sowie ungewöhnliches Verhalten wie einseitiges Kauen oder langsames Fressen.

Q3: Wie oft sollte ich die Zähne meines Hundes reinigen?

A3: Tierärzte empfehlen, die Zähne Ihres Hundes etwa alle zwei Tage zu reinigen. Dies trägt dazu bei, Zahnbelag und Ablagerungen zu entfernen und die Mundgesundheit Ihres Hundes zu erhalten.

Q4: Welche Mittel eignen sich am besten zur Reinigung der Hundezähne?

A4: Es gibt eine Vielzahl von Produkten speziell für die Zahnpflege von Hunden, darunter Hundezahnbürsten, Fingerlinge und elektrische Ultraschallbürsten. Es ist wichtig, auf Produkte zu setzen, die speziell für Hunde entwickelt wurden, und auf die Verwendung von Zahnpasta für Menschen zu verzichten.

Q5: Ist es notwendig, die Zähne meines Hundes professionell reinigen zu lassen?

A5: In einigen Fällen, insbesondere wenn fortgeschrittener Zahnstein oder Zahnfleischerkrankungen vorliegen, kann eine professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt notwendig sein. Dies kann helfen, schwerwiegende Probleme zu erkennen und zu behandeln, die sonst unentdeckt bleiben könnten.

Q6: Wie kann ich meinem Hund das Zähneputzen erleichtern?

A6: Es ist ratsam, das Zähneputzen schon im Welpenalter zu beginnen und es langsam zu einer Gewohnheit zu machen. Schaffen Sie eine ruhige Umgebung, belohnen Sie Ihren Hund nach dem Zähneputzen und seien Sie geduldig während des Prozesses, um ihm das Erlebnis möglichst angenehm zu gestalten.

Q7: Gibt es Alternativen zum Zähneputzen für die Zahnpflege meines Hundes?

A7: Obwohl das Zähneputzen die effektivste Methode zur Zahnpflege ist, gibt es auch andere Möglichkeiten wie Kauknochen, spezielle Mundspülungen oder zahnfreundliches Hundefutter. Es ist wichtig, die Bedürfnisse Ihres Hundes zu berücksichtigen und gegebenenfalls mit Ihrem Tierarzt zu sprechen, um die beste Option zu finden.

Q8: Wie kann ich die Mundgesundheit meines Hundes durch Ernährung fördern?

A8: Die Auswahl des richtigen Futters kann einen Einfluss auf die Zahngesundheit Ihres Hundes haben. Trockenfutter kann dabei helfen, die Zähne zu reinigen, während Nassfutter Ablagerungen begünstigen kann. Es ist wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und auf zuckerhaltige oder nicht artgerechte Speisen zu verzichten.

Diese Antworten dienen der allgemeinen Information und ersetzen nicht die professionelle tierärztliche Beratung. Im Zweifelsfall immer einen Tierarzt aufsuchen.

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